IVF - In-vitro-Fertilisation

Die IVF wird bei Eileiterverschluss, bei Endometriose und bei unerklärter Sterilität durchgeführt. Es erfolgt die Befruchtung außerhalb des Körpers: Die Eizelle und die Samenzellen werden in einer Glasschale (in vitro) zusammen gebracht. Zuvor erfolgt eine Hormonbehandlung, bei der mehrer Eizellen zur Reifung angeregt werden. Sind genügend Eizellen heran gereift, werden diese unter Ultraschallsicht mittels einer feinen Nadel durch die Scheide entnommen.

Meist erhalten die Patientinnen während der Entnahme eine Vollnarkose. Die gefundenen Eizellen werden mit gut beweglichen Samenzellen zusammengebracht und im Brutschrank kultiviert. Am nächsten Tag sieht man, ob es zu einer Befruchtung der Eizellen gekommen ist. An diesem Tag muss das Paar sich entscheiden, wieviele Embryonen in den nächsten Tagen zurückgegeben werden sollen (maximal drei Embryonen). Die übrigen befruchteten Eizellen können eingefroren werden (siehe Kryokonservierung).

Nach weiteren ein bis zwei Tagen, in denen sich aus der Eizelle ein Embryo entwickelt hat, erfolgt der Embryotransfer, die Übertragung eines oder mehrerer Embryonen in die Gebärmutter. Dies ist schmerzlos. Die Einnistung wird anschließend mit der Gabe von Gelbkörperhormon unterstützt.

Zwei Wochen nach dem Embryotransfer wird ein Schwangerschaftstest durchgeführt. Die Wahrscheinlichkeit des Eintretens einer Schwangerschaft ist von vielen Faktoren abhängig. Durchschnittlich liegt sie bei 28% pro Versuch.