Diagnostik
  1. Hormondiagnostik Hormonelle Störungen können Ursachen für das Ausbleiben einer Schwangerschaft sein. Daher gehört eine ausführliche Hormonanalyse zur Basisdiagnostik. Diese wird in unserem eigenen Labor durchgeführt und sichert uns eine zügige Bearbeitung. Bei Dysregulationen werden wir Ihnen nach gemeinsamer Auswertung entsprechende Therapiempfehlungen geben.
  2. Ultraschalldiagnostik Die Grundlage zur Beurteilung der Genitalorgane ist die vaginale Sonographie. Dabei führen wir eine spezielle Sonde vaginal und schmerzlos ein. Neben der hervorragenden Darstellung und Beobachtung der zyklischen Veränderungen an Eierstöcken und Gebärmutter, lassen sich auch gleichzeitig Störungen oder Fehlbildungen erkennen.

  3. Eileiterdiagnostik In manchen Fällen kann es notwendig sein, sich Klarheit über die Durchgängigkeit der Eileiter zu verschaffen. Insbesondere nach stattgehabten Infektionen oder Bauchoperationen steigt das Risiko für Einschränkungen der Eileiterfunktion. Die effektivste Methode der Eileiterdiagnostik stellt die Bauchspiegelung (Laparoskopie) dar. Dies ist ein minimalinvasiver Eingriff in Narkose, den wir in unserer operativen Tagesklinik selbst durchführen. Dabei verwenden wir eine spezielle Optik, die über den Nabel in den Bauchraum eingeführt wird. Spezialinstrumente platzieren wir über kleine Zugänge im Unterbauch. Anschließend spritzen wir über die Gebärmutter einen blauen Farbstoff ein und können so beobachten, ob sich dieser Farbstoff über die Eileiter entleert. Vorteil der Bauchspiegelung ist es, dass auch zusätzliche Behandlungen beispielsweise bei Verwachsungen oder Endometriose ausgeführt werden können. Eine rein konservative Alternative der Eileiterdiagnostik stellt die Hystero-Salpingo-Sonographie dar (Echovist®-Untersuchung). Sie erfolgt ohne Narkose und auf dem gynäkologischen Untersuchungsstuhl. Dabei spritzen wir über einen dünnen Katheter, der zuvor in die Gebärmutterhöhle platziert wird, eine Zuckerlösung. Unter gleichzeitiger vaginaler Sonographie lässt sich der Ablauf der Lösung über die Eileiter darstellen.

  4. Samenanalyse Im Rahmen der Diagnostik ist es wichtig, Kenntnisse über die männliche Fertilität zu erhalten. Dazu bitten wir den Mann zur Samenabgabe durch Masturbation. Die Gewinnung erfolgt in entsprechend dafür vorgesehene Praxisräumlichkeiten, unter bestimmten Voraussetzungen auch zu Hause. Es sollte eine Karenzzeit von 3-5 Tagen eingehalten werden. Die Samenprobe wird nach Abgabe von unseren Mitarbeitern im IVF-Labor gemäß den Vorgaben der Weltgesundheitsorganisation (WHO) 2010 analysiert. Dabei werden Kriterien wie Spermienanzahl, Beweglichkeit, Form und Ejakulatvolumen beurteilt. Weiterhin wird nach Entzündungsparametern und mikrobiologisch auf bestimmte Keime im Ejakulat untersucht. Bei leichteren Einschränkungen kann eine intrauterine Samenübertragung (Insemination) die Chance für eine Schwangerschaft erhöhen. Liegen deutliche Einschränkungen vor, gibt es die Möglichkeit der künstlichen Befruchtung außerhalb des Körpers (ICSI). Sind im Ejakulat keine Spermien vorhanden, können diese ggf. durch Entnahme von Gewebeproben aus dem Hoden gewonnen werden.

  5. Gebärmutterspiegelung Im Rahmen der Kinderwunschdiagnostik kann eine Beurteilung der Gebärmutterhöhle notwendig sein. Bestimmte Faktoren können ein Einnisten eines Embryos stören. Dazu führen wir eine spezielle Optik in das Innere der Gebärmutterhöhle über den vaginalen Weg. Auf diese Weise können wir mögliche Störungen wie Schleimhautpolypen, Myome, Verwachsungen oder Fehlbildungen erkennen und gleichzeitig behandeln. Den Eingriff führen wir in unserer operativen Tagesklinik in Narkose selbst durch.